Am letzten Wochenende ging die Punktspielsaison in Sachsen zu Ende. Unsere I. wollte dabei auch die Spieltage 13 und 14 möglichst
ohne Punktverlust überstehen und somit nach dem bereits besiegelten Aufstieg der Saison das Sahnehäubchen aufsetzen. In der Turnhalle
des Gymnasium in Stollberg waren am Samstag der schon feststehende Absteiger BV Marienberg und der Chemnitzer BV zu Gast.
Wie schon in der Hinrunde gingen wir wieder mit 7:1 als Gewinner aus der Partie. Da Ulrike am Freitag Nachtdienst hatte mussten wir
am Morgen auf sie verzichten. Vertreten wurde sie durch Kornelia Schäfer, die schon in der letzten Saison gezeigt hat, dass sie nicht
nur ein Ersatz, sondern eine durchaus würdige Vertreterin von Ulrike sein kann. Nach den ersten drei Spielen stand es dann auch
schon 3:0. Alle Doppel wurden überdeutlich gewonnen.
Im Dameneinzel blieb Karo gegen Aniko Rösch weiter in der Erfolgsspur und gewann klar in zwei Sätzen, dennoch war sie mit ihrem Spiel
nicht sonderlich zufrieden. Das Mixed mit Marcus und Kornelia musste leider eine Niederlage einstecken. Am Ende standen doch zu viele
Abstimmungsprobleme und leichte Fehler zu Buche, und deshalb setzte sich die eingespieltere Paarung Eger/Baldauf durch. Doch dieses
Erfolgserlebnis sollte das letzte für die Gäste sein. In den drei ausstehenden Herreneinzeln hagelte es nur noch Niederlagen. Thomas
und Marko hatten im 3. und 2. Einzel überhaupt keine Schwierigkeiten mit ihren Gegnern Andre Hofmann und Felix Pluta. Nur Maik musste
sich im 1. Herreneinzel gegen Roy Rötzer schon ganz schön strecken, um das Feld als Sieger zu verlassen. Er gewann jeweils mit 21:19.
Damit stand das schon erwähnte Endergebnis von 7:1 fest. Aber dieses Spiel war nur die Pflichtaufgabe des Tages.
Im Nachmittagsspiel standen uns die Chemnitzer gegenüber, die zuvor in Niederwürschnitz 4:4 gespielt hatten. Da schon das Hinspiel
sehr umkämpft war, wussten wir, dass der Gegner auch diesmal Alles geben würde, um dem Tabellenführer doch noch einen Punkt abzunehmen.
Beim morgendlichen Auftritt waren nicht wirklich viele Zuschauer der Einladung gefolgt. Allerdings glich die Schulturnhalle gegen
Chemnitz einem Tollhaus. Spieler der 3. und 2. Mannschaft, sowie Freunde und Familien gaben uns lautstarke Unterstützung. Betrachtet
man den Spielverlauf, war dies aber auch dringend nötig. Daher gilt unser Dank nochmals allen Anwesenden.
Das Spiel begann mit einer Niederlage. Ähnlich zum Spiel in Chemnitz, war das Doppel Zoschke/Schmieder erneut zu stark für Marcus &
Thomas. Diesmal fiel das Ergebnis sogar noch deutlicher aus als im November 2007. Aber es gibt ja immer drei Doppel. Das Damendoppel,
in dem auch Ulrike wieder mitwirkte, konnte zum Glück gewonnen werden. Trotzdem taten sich Karo und Ulrike gegen Preußner/Ludwig
schwerer als erwartet. Der dritte Satz brachte aber den erhofften und letztlich auch verdienten Sieg für unsere Mädels. Nun konnten
Maik und Marko im 1. Herrendoppel nachlegen. Erneute erlebten die Zuschauer ein 3-Satz-Spiel mit ständig wechselnden Vorteilen.
Nach verlorenem ersten Satz glaubten Maik und Marko trotzdem weiter an den Sieg. Mit 21:18 und 21:17 gewannen sie schließlich und
brachten uns mit 2:1 in Führung.
Nun war wieder Karo an der Reihe. Im Dameneinzel gegen Claudia Preußner hätte sie den nächsten Punkt holen können. Aber irgendwie fand
Karo, die bis hier her nur ein Einzel verloren hatte, an diesem Tag nicht so richtig Spaß am Spiel. Im dritten 3-Satz-Match nacheinander
bäumte sie sich zwar gegen die drohende Niederlage auf, konnte dies leider doch nicht verhindern. Macht nichts Karo, du hast trotzdem
eine tolle Saison gespielt. Durch das 2:2 durften sich beide Teams weiterhin Hoffnungen auf den Sieg machen.
Anschließend brachte uns das Mixed wieder in Front. Marcus & Ulrike begannen motiviert und machten schnell klar, dass sie nicht gewillt
waren, den Gegnern die Initiative zu überlassen. Zwar gestalteten Schmieder/Ludwig den 2. Satz spannend, doch ein weiterer
nervenaufreibender dritter Satz blieb Spielern und Zuschauern erspart.
Damit war klar, zwei der drei Herreneinzel mussten unbedingt gewonnen werden. Bereits im Hinspiel zeigte sich aber, dass uns Chemnitz
im Herrenbereich durchaus das Wasser reichen kann. Dies hat sich in den Ergebnissen bewahrheitet, da wieder in allen Spielen 3 Sätze
gespielt wurden. Im 3. Einzel hatte sich Thomas gegen Rene Schoesau im zweiten Satz eine unverständliche Auszeit genommen. Im dritten
fand er zwar durch den Kampf ins Spiel zurück, schaffte es aber leider nicht, sich für die Niederlage aus dem Hinspiel zu revanchieren.
Schoesau’s kleiner Bruder Maik hatte sich im folgenden 2. Einzel in Satz eins wohl völlig verausgabt. Mit nachlassender Kondition und
zunehmender Spielsicherheit bei Marko, hatte Maik Schoesau nun keinerlei Konzept, um sich gegen Marko zu behaupten. 21:9, 21:9 sprechen
eine klare Sprache. Der viel umjubelte 4. Punkt war zugleich die nötige Motivation für unsere Nummer 1. Denn Maik verlor im 1. Einzel
gegen Oliver Zoschke den ersten Satz mit 19:21. Der Sieg von Marko brachte Maik offensichtlich dazu, den Schalter umzuschalten.
Folglich kam er immer besser ins Rollen und entschied den zweiten und dritten Satz jeweils 21:16 für sich. Das war’s! Endstand 5:3.
Wir hätten wohl jeden für verrückt erklärt, der vor der Saison prognostiziert hätte, dass wir so souverän in die Sachsenliga aufsteigen
würden. 28 zu 0, 28 zu 0.... schallte es aus der Dusche in der Kabine. Leider ist keine Statistik auffindbar, in der steht, ob schon
jemals zuvor eine Mannschaft ohne Punktverlust in die Sachsenliga aufgestiegen war. Aber all zu oft gab es das wohl noch nicht.
Bei aller Freude über das Erreichte, steht natürlich fest, dass die nächste Saison ein echter Kraftakt werden wird. Aber wir wollen
auf keinen Fall als Kanonenfutter herhalten und geben unser Möglichstes für den Klassenerhalt. An die Unterstützung vom Samstag könnten
wir uns gewöhnen, deshalb hoffen wir auch, dass dies keine Eintagsfliege war und dass nächste Saison ähnlich viele Zuschauer zu jedem
Heimspiel in die Halle strömen.
Mir als Schreiberling bleibt nun nur noch eine Sache: Danke! Danke Maik, Karo, Marko, Ulrike und Thomas, dass ich ein Teil der
Aufstiegsmannschaft sein durfte. Ich bin richtig heiß auf die SACHSENLIGA!
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